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Wednesday, October 03, 2007

Morgenkuss

Ein wunderschöner Morgen küsst mich wach. Das Gras ist noch feucht, die Luft zart kühl. Sanfte Sonnenstrahlen beleuchten hin und wieder die Farbenpracht des Gartens. Die Vögel singen um die Wette und über mir surrt das Brummen einer Hummel.

Ohne auf den See zu schauen weiß ich, dass seine Oberfläche ganz glatt und ruhig ist.

Bin ich im Paradies gelandet?

In den letzten Tagen habe ich viel gelesen. 7 Bücher seit dem ich hier bin. Zur Zeit lese ich Yogi Ramacharaka’s „14 lessons in Yogi Philosophy“. Eine Stelle gefällt mir besonders gut: p.206:“ Then what am I - poor mortal thing – lost among all this inconceivable greatness,“ you cried. „You are the most precious thing – a living soul,“ replied your guide, „and if you were destroyed the whole system of universes would crumble, for you are as necessary as the greatest part of it – it cannot do without you – you cannot be lost or destroyed – you are part of it all, and are eternal.

Monday, September 10, 2007

Ein Sonntag am See




Pünktlich um 15 Uhr fängt es an zu regnen. Heute tröpfelt es aber nur zart. Manchmal prasseln die Tropfen so heftig nieder, dass Strassen zu kleinen unüberwindbaren Bächen werden. Ausserdem regnet es dann an solchen Tagen durch die Decke und auf mein Bett. Zum Glück ist mein Bett breit und ich habe auf der anderen Seite immer noch genug Platz, aber wir haben Roberto schon deswegen Bescheid gesagt. Roberto ist eigentlich der Gärtner, aber auch gleichzeitig ein Allroundtalent. Er hat in diesem Haus nicht nur die Elektrik sondern auch noch die Möbel gemacht. Eigentlich ein netter Kerl, aber Jane ist sich sicher, dass es Roberto war, der hier schon mehrere Male etwas hat verschwinden lassen. Man muss also immer auf der Hut sein, darf nichts Wertvolles herumliegen lassen und sollte am bestem immer Freitags und Samstags zu Hause sein, wenn Roberto kommt, um im Garten zu arbeiten.

Ich sitze in meinem dunklen Zimmer und blicke aus der offenen Tür. Das saftige Grün im Garten blendet fast ein wenig. Die Bananenblätter tanzen im Wind und die Wellen auf dem See toben wie im Meer. Es donnert und brummelt etwas unentschlossen. Vögel zwitschern und in der Ferne hört man ein Motorboot.

Wie gut es tut in der Natur zu sein. Hier lebt man in und mit der Natur. Mit der untergehenden Sonne wird man müde und mit Sonnenaufgang wird der erste Kaffee gekocht.

Heute ist Sonntag. Da trifft man sich morgens am Strand mit den Kindern und tauscht sich Neuigkeiten und manchmal auch Kochrezepte aus – das Pesto aus dem „Purpel Basil“, dem lilafarbenen Basilikum, das hier überall zu Hauf wächst und seinen süßlichen Duft verströmt, ist der Knaller! Man nehme statt Pinienkernen Mandeln und Walnüsse, dazu Olivenöl und zwei Drittel Basilikum, ein Drittel Petersilieund man brate den Knoblauch vorher kurz an. Etwas Salz und Pfeffer und ab ins Mixgerät. Fertig. –

Zum Sonntagsritual gehört auch Daunos abendliche Filmvorführung. In der kleinen Bibliothek des Meditationszentrums kann man es sich ab 7 Uhr gemütlich machen und sich gemeinsam berieseln lassen. Manchmal – und ich glaube heute ist es mal wieder so weit - serviert Dauno dazu noch seine legendären Burritos.

Darauf freu ich mich schon...

Thursday, September 06, 2007

san marcos











Hola amigos,

vom Hurrican sind wir also zum Glück verschont geblieben. Ich genieße weiterhin die Ruhe hier, Janes nette Gesellschaft, das Haus und die wundervolle Natur.

Paola ist jetzt auch im Lande. In den nächsten Tagen werden wir uns treffen.

Hier noch schnell ein paar weitere Fotos von Bu, unserem Haushund und Bewacher,unserem Garten, dem See und einer Flohmarktszene in Solola. Man achte auf die Trachtenmoden der Frauen. Männer sieht man oft mit extrem coolen Cowboyhüten.

Das wars für heute. Ich sende Euch allerliebste Grüße vom Lago. Tine




Monday, August 27, 2007

Entonces, muchachos y mujeres...









mit einer sehr soften landung, die so einige klatscher kassierte, beruehrte ich also nach 4 jahren wieder den boden guatemalas.

Der hinflug mit zwischenstops in london und new york war lange und ermuedend...die odysee dauerte etwa 24stunden. eigentlich dachte ich, dass ich waehrend der einstuendigen taxifahrt nach antigua schlafen wuerde, aber mein taxifahrer war so nett, dass ich gezwungen war, mein schlechtes und eingerostetes spanisch zu reaktivieren. wir kauften uns erst einmal einen kaffee beim macdrive und plauderten dann so angeregt, dass die zeit im nu verging.
In antigua habe ich mich in einer der vielen sprachschulen einquartiert, - es gibt eine dachterrasse mit tollem blick auf die berge, wasser und kaffe um sonst und sogar einen oberschnuggeligen haushund - passt also alles perfekt.
morgen frueh werde ich mit dem bus zum atitlan see fahren, wo ich mir dann gleich das naechste boot zu meinem geliebten san marcos schnappen werde.

Antigua hat keinen schimmer seines charms verloren. alles ist noch wie gehabt. ueberall locken gemuetliche cafes (und kaffeegeruch!), geschmackvoll eingerichtete boutiquen, sprachschulen etc
und die menschen reissen witze und lachen beim arbeiten und haben immer zeit fuer ein laecheln oder ein schwaetzchen.

hin und wieder schuettet es wolkenbruchartig und dann scheint wieder die sonne und das wasser ist im nu verdunstet...

die einzig nervige sache heute war das thema travellerchecks: weder die bank am flughafen, noch 90% der uebrigen banken tauschen amex euro-travellerchecks...ich hatte gerade in thailand meine letzen dollar-checks verbraten und mir nichts ahnend nun eurochecks besorgt...zum glueck habe ich in antigua nun eine bank gefunden, die auch meine checks wechselt...aber mir wurde gleich gesagt, dass es am lago schwieriger sein wird...also habe ich gleich 3 checks auf einmal getauscht...dh ich habe nun ne menge bargeld on board, genau das, was ich durch den kauf der t-checks vermeiden wollte...
aber no worries. lieber so als garkein geld...
so, das wars erstmal von mir.
ich umarm euch und sende euch liebste gruesse aus meinem geliebten guatemala.
eure tine
ps. das bild ist uebrigens nicht von mir, bin noch nicht zum fotografieren gekommen,...aber so bekommt man wenigstens einen eindruck davon, wie schoen es hier ist...