Monday, August 18, 2008

Natur pur

Vor ein paar Tagen habe ich mir den Wasserfall in Jaun angesehen. Das Moos erschien in der Sonne giftgrün und die Luft war so frisch und geladen mit Sauerstoff und Lebensenergie, dass mir bei dem Anblick die Tränen gekommen sind, so schön war das.


Gryeres - da wo de stingische kes herkimmt

Letzte Woche war ich in Gryeres, wo mein Lieblingskäse herkommt. Dort bin ich in die Käserei und habe eine Tour mitgemacht, wo man alles über die Käseherstellung erfahren konnte. Sehr interessant. Wusstet ihr, dass eine Kuh täglich 100kg Gras frisst und 85 Liter Wasser trinkt und daraus 25 l Milch macht?

Danach habe ich mir noch den entzückenden kleinen mittelalterlichen Ort und das Schloss angesehen. Es leben in Gryere nur 120 Leute, aber Touristen kommen etwa 1Mio...ich war zum Glück früh dran, da war es noch relativ leer...
Das Giger Museum habe ich mir aber gespart. Die Kunst dieses alten Gruftis mag zwar einmalig sein, ist mir aber etwas zu düster - warum freiwillig einen "Horrortrip" machen und auch noch Geld dafür bezahlen? :o)




Monday, July 14, 2008

switzerland continued...

grüezi miteinandr!
Jetzt habe ich also schon die zweite Woche auf der Alm hinter mir. Es kommt mir aber viel länger vor. Die Arbeit ist nun etwas mehr zur Routine geworden und ist daher einfacher. Stressig kann es trotzdem sein, wenn ich zB. 7 Tische auf einmal bedienen soll und alle zur gleichen Zeit etwas von mir wollen. Mit dem Switzerdütsch habe ich allerdings weiterhin noch große Probleme, wobei ich natürlich mittlerweile weiß, dass „a drüer Choka“ eine Cola 0,3 l ist, „a gruag henje“ ist ein Glas Mineralwasser, „ischte“ ist eisstee und „skafe“ ist eine tasse cafe. Und den schwizer Ausdruck für „etwas“ habe ich als alte Meenzerin sofort verstanden. Noch ebbes? Mir wurde übrigens gesagt, dass ich nicht fragen soll obs „schmeckt“, da „schmöcken“ hier so viel wie „übel riechen“ heißt. Ich soll hingegen während des Essens zum Tisch gehen und fragen „ob’s guat isch“. Viele geben sich natürlich dann auch Mühe mit mir Hochdeutsch zu sprechen, aber manche spezies auch nicht, und wiederholen dann auch beim 3. Nachfragen die mir noch nicht bekannte Vokabel im breitesten Alpendialekt...das kann frustrieren. Aber ich bleibe immer freundlich und mit einem Lächeln sage ich dann „ich frage mal in der Küche nach, ob wir das haben“ und hole mir dann die Übersetzung ein. Mit Französisch klappts dagegen super. Pas de probèlme!
Der Besuch von Karin und Mohsina war eine tolle Abwechslung. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir am Donnerstag zum Schwarzsee gewandert und mit einem Sessellift haben wir uns wieder auf den Berg hoch tragen lassen. Seit Freitag regnet es in Strömen. Es kommen nur wenige Leute zum Essen auf die Ritzli Alp und die Zeit vergeht im Schneckentempo. Aber jetzt habe ich endlich meinen wohlverdienten Feierabend. Mit Wärmflasche und Computer sitze ich bereits um 21.00 im Bett. Morgen ist Montag, mein freier Tag. Da das Wetter so schlecht bleiben soll, werde ich wohl wieder mit Anna im Thermalbad in Charmey enden. Auch nicht schlimm.
Das wars für heute. Ade miteinandr






Sunday, June 29, 2008

...der Berg ruft

Morgen gehts los Richtung französische Schweiz.
Bis Ende August werde ich auf der Ritzli Alp bleiben.
Wer kommt mich besuchen??

http://www.ritzli-alp.ch

Ich verabschiede mich einstweilen mit einem
HOOOOOOOOOLLLLLLLAAAAAAAAAAADIOOOOOOOO!

Tuesday, April 29, 2008

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollten heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Herman Hesse

Tuesday, February 26, 2008

neues aus chile

nun sind wir also stolze Besitzer eines deutschen(!) Westfalia Campervan...